Die Universität Oslo entwickelt die Grundlage der semantischen Modellierung für die Fertigung der nächsten Generation in CIRCMAN5.0

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Die Universität Oslo (UiO) spielt eine Schlüsselrolle beim Aufbau der Grundlage der semantischen Modellierung des Projekts. UiO hat domänenspezifische und anwendungsbezogene Ontologien unter Verwendung des Information Modelling Framework (IMF) entwickelt und stellt damit eine strukturierte Methode zur Darstellung komplexer Engineering- und Fertigungssysteme bereit.

Das IMF wurde aufgrund seiner Fähigkeit ausgewählt, anspruchsvolle Systeme zu modellieren und dabei eine klare und konsistente Bedeutung über mehrere Perspektiven hinweg aufrechtzuerhalten. Diese Fähigkeit ist in CIRCMAN5.0 von besonderer Bedeutung, da Produkt-, Prozess-, Ressourcen-, Qualitäts- und Rückverfolgbarkeitsdaten über verschiedene Piloten, digitale Werkzeuge und Lebenszyklusphasen hinweg miteinander verbunden bleiben müssen.

Ein zentrales Merkmal des IMF ist seine Fähigkeit, Systeme durch verschiedene „Aspekte“ darzustellen. Dadurch kann dasselbe System in mehreren Kontexten betrachtet werden – etwa in Bezug auf seine beabsichtigte Auslegung, seine reale Umsetzung oder als wiederverwendbares Muster – ohne Mehrdeutigkeiten zu erzeugen. Indem diese Perspektiven auf strukturierte Weise koexistieren können, verbessert das Framework die Rückverfolgbarkeit, stärkt die semantische Konsistenz und unterstützt die Interoperabilität im digitalen Ökosystem des Projekts.

Die Arbeit von UiO steht zudem im Einklang mit etablierten Praktiken des Systems Engineerings, insbesondere mit den Prinzipien der ISO 81346, die eine strukturierte Systemdarstellung über mehrere Aspekte wie Funktion, Produkt und Standort fördern. Durch die Kombination des aspektbasierten Modellierungsansatzes des IMF mit der strukturierten Methodik der ISO 81346 trägt UiO dazu bei, dass CIRCMAN5.0 über fragmentierte Datensilos hinaus zu einem kohärenten, maschinenlesbaren Informationsrückgrat gelangt.

Diese Grundlage ermöglicht es, Fertigungssysteme, Produktstrukturen, Ressourcen und zugehörige Eigenschaften auf konsistente und wiederverwendbare Weise miteinander zu verbinden. Dadurch schafft CIRCMAN5.0 die Voraussetzungen für eine künftige Integration mit aufkommenden digitalen Technologien wie Digital Twins, Digital Product Passports und fortschrittlicher Lebenszyklusanalytik.

Mit dieser Arbeit entwickelt das Projekt CIRCMAN5.0 nicht nur innovative digitale Werkzeuge, sondern etabliert auch die semantische Architektur, die erforderlich ist, damit diese Werkzeuge Informationen im gesamten Fertigungsökosystem effektiv austauschen, interpretieren und wiederverwenden können.

Über CIRCMAN5.0

CIRCMAN5.0 ist ein durch Horizon Europe gefördertes Projekt, das führende Forschungsinstitute, Branchenexpertinnen und -experten sowie Technologieanbieter zusammenbringt, um zirkuläre, menschenzentrierte Fertigungslösungen im Einklang mit den Prinzipien von Industrie 5.0 zu entwickeln.

Konsortialmitglieder:

Centre for Research and Technology Hellas (CERTH), Institute of Communication and Information Systems (ICCS), University of Oslo (UIO), Polytechnic University of Milan (POLIMI), University of Applied Sciences and Arts of Southern Switzerland (SUPSI), Institute for Energy Technology (IFE), European Research Centre for Technologies, Design and Materials (CETMA), EXUS Software (EXUS), Technology Transfer System Ltd (TTS), Xgility Ltd (XGL), RINA Consulting – Materials Development Centre (RINA), Association of Technological Companies Innovalia (INNO), J&G Engineering & Architecture Ltd (JGEA), I4ByDesign Competence Centre (I4bd), Green Deal Dataspace Association (GDDS), Onyx Solar Energy Ltd (ONYX), Sunage Ltd (SUNAGE), ASCA Ltd & Co. KG (ASCA), SoliTek Research & Development (SOLITEK).

Weitere Informationen finden Sie auf LinkedIn (@circman5.0) und X (@circman5) von CIRCMAN5.0.
Projektwebsite: https://circman5.eu/